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VHS: Demokratische Orte des Lernens

Die Volkshochschulen verstehen sich seit ihrer Gründung als demokratische Orte des sozialen und politischen Lernens. Das Programmangebot des Fachbereichs „Politik – Gesellschaft – Umwelt“ umfasst sowohl politische, soziale, ökonomische, ökologische, rechtliche als auch geschichtliche, psychologische und pädagogische Themen. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung und Globales Lernen sind wesentliche gesellschaftliche Aufgaben. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politischen Bildung zu, die weder Belehrung noch Parteipolitik verfolgt und die allgemeines Engagement für demokratische Werte, Menschenrechte und gegen Fundamentalismus fördert. In den angebotenen Lernräumen können Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenzen erfahren und entwickelt werden. Die Volkshochschulen halten hier ein breites Angebot zur Information, Diskussion und zum aktiven Handeln vor.

Die Veranstaltungen sind geprägt durch offenen Gedankenaustausch zwischen engagierten Menschen, in sachlichen und kontroversen Diskussionen, zur gemeinsamen Erarbeitung von Kenntnissen und Hintergrundinformationen, mit spannenden und kreativen Methoden.

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Michael Lewe: „Die Volkshochschulen können wirksam dazu beitragen, Aufklärungsarbeit gegen Rassismus und Diskriminierung zu leisten, die Demokratie zu fördern und den politischen Diskurs vor Ort mitzugestalten.“

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222-10108 Vortragsreihe Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft SHUG Die Terrassen von Madeira

Im 15. Jahrhundert besiedelten die Portugiesen Madeira. Da Zucker damals ein sehr begehrtes und wertvolles Produkt in Europa war, breitete sich auf Madeira rasch der Zuckerrohranbau aus, zunächst im Süden und später auch auf den steilen Hängen im Norden der Insel. Zur Verhinderung von Bodenerosion und zur Verbesserung der Anbaumöglichkeiten begannen die Landpächter, die die Hälfte der Erträge an die Landbesitzer abzugeben hatten, in mühsamer Handarbeit Terrassen anzulegen, die auf der hangabwärtigen Seite mit mächtigen Mauern gesichert wurden. Sämtliche irgendwie gartenbaulich nutzbaren Standorte wurden terrassiert. Die Terrassenmauern mussten beständig gepflegt und instandgehalten werden. Mit der Kolonisierung Brasiliens durch Portugal wurde der Zuckerrohranbau auf Madeira unattraktiv. In den tieferen Lagen begann danach der Anbau des berühmten Madeiraweins, in mittleren von Gemüse und Obst. Vor zwei Jahrzehnten war ein Viertel der noch genutzten Terrassen mit Wein und etwa je ein Fünftel mit Kartoffeln und Bananen bestellt. Auf den übrigen Flächen wuchs etwas Getreide und vor allem Gemüse und Obst für den Selbstbedarf. Die Terrassenmauern verfallen zunehmend. Der Vortragende untersucht mit seinen Mitarbeiterinnen über geoarchäologische Grabungen erstmals, wie die Terrassen genau entstanden sind, wie sie in den vergangenen fünf Jahrhunderten gepflegt und genutzt wurden und warum in den letzten Jahrzehnten viele aufgegeben wurden.
Bezahlung: Mit der Bitte um vorherige Anmeldung über die VHS-Website. Zahlung des Eintritts dann bitte in Bar an der Abendkasse. Gäste zahlen 5.- Euro Eintritt je Vortrag an der Abendkasse.
Vortragsreihe der Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft SHUG in Zusammenarbeit mit der VHS Bargteheide.

Kursort

Stadthaus, Raum 6 / Saal

Am Markt 4
22941 Bargteheide


Termine

Datum
1. Termin am 15.12.2022
Uhrzeit
20:00 - 21:30 Uhr
Ort
Ort: Am Markt 4, Stadthaus, Raum 6 / Saal